Was hilft gegen Maden in der Mülltonne?

Was hilft gegen Fliegenmaden in der Bio- oder Restmülltonne?

Bei sommerlichen Temperaturen können sich Maden in der Mülltonne explosionsartig vermehren. Sie findet dort alles, was sie zum Leben benötigen: Wärme, Feuchtigkeit und organische Abfälle.
Ein Blick in die Biotonne gleicht dann einem Horrorfilm: Tausende Maden winden sich im Müll, klettern die Wände herauf und verbreiten einen bestialischen Gestank. Schlimm genug, aber das dicke Ende kommt noch. Zum Verpuppen verlässt die ganze Brut irgendwann die Tonne, dann wuseln die fetten Maden, durch den Hof, die Einfahrt, die Garage usw. Das geschieht immer nachts, bis zum nächsten Morgen haben sich die Larven zum Verpuppen in Verstecke zurückgezogen.

Erste Hilfe gegen Maden in der Mülltonne

Mit einfachen Hausmitteln kann man Maden in der Mülltonne sehr effektiv bekämpfen. Bewährt hat sich beispielsweise eine Mischung aus drei gleichen Teilen Wasser, reinem Alkohol und Spülmittel. Die Lösung einfach mit einem Blumensprüher großzügig und flächig auf die Maden sprühen und ein paar Stunden später sind alle vernichtet. Eine andere Möglichkeit ist das Bestreuen mit Salz (bspw. Streusalz). Es entzieht den Maden Feuchtigkeit und führt zum Tod durch Austrocknung. Das Übergießen mit kochend heißem Wasser ist ebenfalls ein probates Mittel zur Madenbekämpfung.

Meine Empfehlung: Der Biotonnen-Deckel

Der Deckel einer handelsüblichen Mülltonne schließt leider nicht dicht genug ab, um Schmeißfliegen sicher auszusperren. Deshalb empfehle ich den so genannten Biotonnen-Deckel. Dabei handelt es sich um einen aufsetzbaren Kunststoffdeckel mit integriertem Luftfilter. Er passt auf alle handelsüblichen Mülltonnen und wird nach der Leerung einfach auf die Tonnenöffnung gesteckt. Der Biotonnen-Deckel verfügt über eine passgenau Dichtung und schließt die Mülltonne komplett ab. Fliegen können nicht mehr in die Tonne gelangen und üble Gerüche werden durch den Luftfilter neutralisiert. Ich habe diesen Deckel bei Amazon für knapp 30 Euro gekauft und nutze ihn schon seit zwei Jahren. Seither hatte ich nie wieder Maden in der Mülltonne! Den Filter soll man regelmäßig austauschen, entsprechende Ersatzfilter sind auch bei Amazon erhältlich. Ich habe mich aus Kostengründen gegen den Austausch des Filters entschieden, mit dem typischen Gerüchen aus den Mülltonnen kann ich nämlich gut leben, da sie bei mir nicht Richtung Haus ziehen. Mir kommt es nur auf den „Anti-Maden-Effekt“ und dafür benötige ich keine neuen Filter.
Den Biotonnen-Deckel gibt es für Tonnen mit einem Fassuingsvermögen von 60/80/120 und 240 Litern. Er passt unter den Deckel der eigentlichen Mülltonne, diese kann ganz normal zugeklappt werden.

Warum kommt es zum Madenbefall in der Mülltonne?

Bei den Maden in der Mülltonne handelt es sich um die Larven der Schmeißfliegen. Das sind große, schnell und hektisch fliegende Fliegen von metallisch schillernder Farbe. In der freien Natur legen sie ihre Eier auf Aas oder den Fäkalien von Tieren ab. In unserem Mülltonnen suchen sie vor allem Reste von Fleisch, Fisch oder Eiern. Eiweißreiche Lebensmittelreste wirken auf Schmeißfliegen wie ein Magnet, sie können den Verwesungsgeruch kilometerweit wittern. Wer tierische Produkte in die Mülltonne wirft, darf sich über Maden nicht wundern.
Die Schmeißfliege legt ihre Eier direkt in der Tonne oder am Rand des Deckels ab. Schon nach wenigen Stunden oder Tagen schlüpfen dann hunderte kleine Fliegenmaden. Die Mülltonne bietet mit ihrem feucht-warmen Klima und den organischen Abfällen ideale Bedingungen für die Fliegenmaden. Kein Wunder, dass es im Sommer immer wieder zum Massenbefall kommt.

Auswaschen der Mülltonne ist unnötig

Viele Menschen versuchen durch das Ausspritzen oder Auswaschen der Mülltonne die Maden zu beseitigen. Diese dreckige und aufwendige Arbeit ist unnötig. Klar, eine ausgewaschene Mülltonne ist zunächst madenfrei, aber schon eine zugeflogene Schmeißfliege kann mit ihren Eiern für erneuten Madenbefall sorgen. Das ist also keine Dauerlösung. Außerdem ist es kein Problem, wenn beispielsweise nach der Müllabfuhr noch einige Maden in der Tonne verbleiben. Maden können nämlich keine neuen Maden produzieren. Sie werden ihrer natürlich Entwicklung folgend die Mülltonne zu Verpuppung von alleine verlassen. Die Biester ziehen also von alleine aus. Man muss lediglich verhindern, dass erneut Schmeißfliegen ihre Eier in der Tonne ablegen. Das geht am besten mit einem fliegendichten Mülltonnen-Deckel
und der luftdichten Entsorgung von bestimmten organischen Abfällen (bspw Fleischreste, Fisch, Eier), die auf Schmeißfliegen wie ein Magnet wirken. Es gilt also zu verhindern, dass die Fliegen angelockt und ihre Eier in die Mülltonne legen können.

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